Kottmann
Blind Spots, 2025




Die multimediale Arbeit Blind Spots machte die Geschichte des Lagers für sogenannte Displaced Persons in Haltern am See (1945-1948), einem bislang nicht aufgerabeitetem Kapitel der lokalen Nachkriegsgeschichte, sichtbar.
Das Lager war eines der größen in Westfalen und beherbergte u.a. ehemalige NS-Zwangsarbeiter:innen aus dem Ruhrgebiet.
An 14 Stationen mit insgesamt 16 Kapiteln führte ein zweisprachiger Deutsch & Polnisch) Audiowalk durch den Stadtteil Haltern-West, der nach Kriegsende zeitweise für die Unterbringung von Displaced Persons geräumt wurde. Neben historischen Informationen wurden auch Stimmen Halteraner Zeitzeug:innen und ehemaliger Displaced Persons in einem Brief sowie in Auszügen aus einer Novelle überliefert.
Auszug aus dem 60-minütigen, zweisprachigen Audiowalk, Station E
Sprecher:innen: Franziska Trischler, Sebastian Vogel, Laura Breska, Kamil Pruban, O-Ton: Annette Scholz
Recherche und Text: Katja Kottmann
Installationsansicht Audiowalk, Tafeln mit Fotogrammen von Kartoffeln, Aludibond, 1 m x 70 cm, öffentlicher Raum, Haltern am See
Das Heft dokumentierte die dem Audiowalk zugrunde liegende Archivrecherche und enthielt dessen Transkript.
82-seitige Publikation mit der Recherche und dem Transkript zum Audiowalk
Die Installation bestand aus in Bronze übersetzte Kartoffelschalen, die sich auf ein historisches Archivbild aus der Zeit des DP-Lagers bezieht. Die Bronzen markierten Stationen des Audiowalks im Stadtraum und fungierten zudem als dezentrales Denkmal für die ehemaligen DPs.
Bronzen, gewachst, verschiedende Maße, an Privathäusern installiert














